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    RAID* ist kein Backup!!

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    Pümpel

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    Re: RAID* ist kein Backup!!

    Beitrag  Pümpel am Mi 5 Nov - 15:02

    Soweit alles richtig, aber..!

    hier wird immer von Backup gesprochen...

    ..ich will aber kein Backup, sondern Ausfallsicherheit!

    Wenn ich aber ein RAID 1 aufsetzte, also die Daten werden gespiegelt, dient dies der Ausfallsicherheit.
    Geht eine Platte den Bach runter habe ich die (identischen)Daten eben noch auf der zweiten Platte.
    Dies tue ich wenn ich Wert auf maximale Verfügbarkeit lege.

    Dann kann ich dieses RAID natürlich auch entsprechend erweitern so das der Datendurchsatz gesteigert wird, wodurch mehr entsprechende Platten benötigt werden.

    Letztendlich muß ich um Datensicherheit zu gewährleisten, ein Backup durchführen.

    Wie ich das RAID einrichte hängt also davon ab was ich brauche/möchte.


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    Blindenhund

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    RAID* ist kein Backup!!

    Beitrag  Blindenhund am Mi 5 Nov - 12:48

    Der Meinung war ich schon immer. Aber lest diese gut geschriebene Erklärung lieber selbst.

    mMn ists sinnvoller, quasi (je) 2 autarke Platten reinzuhängen und diese mittels rsync zu "spiegeln". Auch hier wieder das leidige Problem mit der "Ordnung".

    Macht man HD0 und HD1 per RAID* "identisch", wird auf HD1 gelöscht, was auf HD0 nicht mehr vorhanden ist. War das jetzt ein versehentliches Löschen oder ist es durch den Ausfall eines Teilbereiches auf der HDD entstanden, dann - nun ja...

    Man muss also HD0 <-> HD1 manuell abgleichen und überflüssiges löschen. Sonst schaut man in die Röhre.

    Mein Tipp für ne 4-Bay-NAS ist daher:

    HD0 → Datenplatte =1=
    HD1 → Synchronisationsplatte =1=
    HD2 → Datenplatte =2=
    HD3 → Synchhronisationsplatte =2=

    Wobei: Die beiden Paare sollten untereinander gleich gross sein. Z. B. 4/4 und 0,5/0,5 damit es keinen Ärger gibt. rsync kann man als Cron-Job einrichten.

    Auch dieses Scenario hat eine Schwachstelle: Ausfall durch Überspannung. Theoretisch muss man also auch hier noch ein externes Backup machen und das Medium sicher im Schrank verstauen. Gegen Hardware-Schäden (Schreib-/Lesearm bricht ab bzw. Controller verreckt) ist man eh nie gefeit.

    Noch einmal zu diesem Absatz:
    Was ist ein RAID schrieb:
    Der Name RAID steht für Redundant Array of Iinexpensive Disks, zu deutsch etwa “Redundante Anordnung kostengünstiger Festplatten“. Die Idee hierbei ist, dass mehre Festplatten zu einem einzelnen, logischen Laufwerk zusammen geschaltet werden. Hierdurch können die Daten redundant, also auf mehreren Festplatten gleichzeitig, gespeichert werden.

    RAID ist früher entstanden, als alle Welt noch mit den klitzekleinen Festplatten gekämpft hat. Da hat man mittels RAID bis zu 5 - in späteren Zeiten bis zu 15 - zu einer gekoppelt. Später als dies nicht mehr sooo wichtig war, hat man RAID neu erfunden und damit dann die Schreib- / Leseoperationen extrem beschleunigt. Beides brauchen wir in der heutigen Zeit wohl nicht mehr wirklich. Zumal die Bremse ja auch die Übertragung im Netz (Lokal sowohl wwan) ist und diese Geschwindigkeit deutlich unter der der Platten liegt.

    Noch eine Bemerkung zu RAID allgemein:

    Auch die heutigen Compis bieten ja per BIOS/UEFI ein RAID an. Auf den meisten Compis sind 6 SATA-Steckplätze wovon 0 und 1 fürs System und Daten (oder DVD) sind und im BIOS/UEFI in der Default-Einstellung die Steckplätze 2, 3, 4 und 5 für RAID reserviert sind.

    Scenario mal anders herum: Das Board verreckt. Dann muss zwingend ein identisches Board her, wenn die Daten nicht noch einmal extern gesichert sind. Ein anderes Board kann nämlich meistens das alte RAID nicht wiederherstellen.


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    Ich hab einen OMG mit doppelt plus alles und Warmwasserbeleuchtung auf quadriplem Trikolor-Banausenprozessor
    nebst 3D-beschleunigtem Isotopenlaufwerk und installiertem Linux 9 3/4

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Di 11 Dez - 20:09